Triebfahrzeuge wurden früher in den meisten Fällen nicht „grenzüberschreitend“ eingesetzt, sondern üblicherweise spätestens an den Direktionsgrenzen gewechselt – zumal, wenn ein durchgehender Zug auf dem Gebiet einer anderen Eisenbahnverwaltung weiterlief. Unter anderem spielte dabei natürlich auch die begrenzte Reichweite von Dampflokomotiven eine Rolle.
Aber es gab auch Ausnahmen: Zwischen Oldenburg (Großherzogtum Oldenburg) und Nieuweschans (Niederlande) blieben die Lokomotiven der Oldenburgischen Staatsbahn am Zug, so dass sie auch auf der preußischen Strecke zwischen Leer und Ihrhove verkehrten.
An dieser Stelle werde ich nach und nach Fotos und Ansichtskarten der oldenburgischen Lokomotiven einfügen, soweit sie in meiner Sammlung vorhanden sind. Ich beschränke mich aber auf eine Bildergalerie mit wenigen Informationen. Leider ist die Internetseite „laenderbahn.info“, die sich ausführlich mit der Geschichte der Oldenburgischen Staatsbahn, ihren Strecken und ihren Fahrzeugen beschäftigte und auf die ich hier verwiesen habe, seit Sommer 2026 nicht mehr online.
Da die G.O.E. ihre Lokomotiven fortlaufend nummerierte und frei gewordene Nummern nicht wieder neu vergab, sind die Bilder – ohne Rücksicht auf die Bauart oder Gattung – einfach nach den Betriebsnummern 1 bis 294 sortiert.

HANOMAG 6220/1911, später 71 408, ausgemustert 1929
Ansichtskarte von Johannes Leonhardt, Dresden, um 1910














